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Kunstsparten / Kunstsparten / Performance / Tanz / Nicole Hartmann /


Aktuelles
Es finden ab dem 17.7.05 ein
Performanceprojekt im Rahmen von „Schiller meets Einstein“ statt.


Beschreibung
Der Kurs richtet sich an Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und mit verschiedenster Bewegungserfahrung, die bereit sind, sich auf ein Experiment einzulassen - können wir den ästhetischen Staat Schillers (Freiheit zu geben durch Freiheit ist das Grundgesetz dieses Reichs) in einem theatralen Mikrokosmos aufleben lassen und zur Aufführung bringen? Sind wir als KünstlerInnen dabei Spiegelbild der Verhältnisse oder können wir Einfluss auf gesellschaftliche Prozesse nehmen?


Worüber würden sich nun Schiller und Einstein, zwei Persönlichkeiten, die Kunst und Wissenschaft in einem größeren gesellschaftspolitischen Kontext gesehen haben, in heutigen Zeiten unterhalten? Sicherlich würde ihnen zur allgemeinen und politischen Lage eine Menge einfallen.... rein spekulativ habe ich mich hier auf drei Themen festgelegt und den beiden in den Mund gelegt:


1. Welche Bedeutung hat die Nationalität für die Identität des Einzelnen
2. Freier Wille versus Determinismus oder ein Diskurs über die Freiheit
3. PR Strategie der Manager von Einstein und Schiller


Anhand dieser drei Themenkomplexe werden sich die TeilnehmerInnen, von Alltagsbewegungen ausgehend, in ein Experimentierfeld begeben. Um einen Zugang zu dem ersten Thema zu erhalten, werden alle TeilnehmerInnen aufgefordert, ihre Pässe abzugeben und sich so in einen quasi staatenlosen Ort zu begeben, um die eigene Identität neu zu bewerten oder zu hinterfragen.

In zwei Diskussionsrunden zu den ersten beiden Themen werden Meinungen aber auch Bewegungen gesammelt, die dann bearbeitet, vergrößert, synchronisiert oder in ihrer Bedeutung verändert werden. Ich nutze dabei Sprache als Mittel von Rhythmus, Intention und Assoziation. So wie wir alle sprechen können, so können wir uns auch bewegen...
Das Spiel mit Zufall, Regeln und klaren Vorgaben wird für die Bewegungsimprovisation genutzt, um heraus zu finden, wie sich unterschiedliche Strukturen auf die Bewegung und die Beziehung mit den anderen TeilnehmerInnen auswirken. Wie viel Freiheit brauchen wir für unseren ästhetischen Staat und wie viel Freiheit sind wir bereit uns selbst, aber auch den anderen zu zugestehen? Aus den Bewegungsexperimenten entwickle ich mit den TeilnehmerInnen Gruppensequenzen und individuelle Begegnungen vom Solo bis hin zu Duetten und Trios. Je nachdem wie dieser Gruppenprozess verläuft, wird die Performance mit Hilfe eines wie auch immer gearteten Regelwerkes improvisiert oder auch festgelegt choreographiert.
Das Bühnenbild wird aus Stühlen bestehen, die jede/r TeilnehmerIn als Unkostenbeitrag beisteuert. Der Stuhl als Symbol unserer (Rede-)Kultur, aber auch als Zeichen von Individualität und einer persönlichen Geschichte, die Ausgangspunkt für die einzelnen Soli sein wird. Ebenso werden Fotos von Gebäuden, auf denen wir gerne unsere eigenen Sprüche stehen hätten (oder auch die Einsteins oder Schillers) in die Performance mit einbezogen.

Zeitplan: So, 17.7. - Sa. 28.8.05, jeweils So 16-18 Uhr und Do 18-20 Uhr
Kosten: 1 Stuhl, 1 Film, 1 Pass!?

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von:N.Hartmann
online seit 05.09.2005
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