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Susanne Piotter /


Info
Susanne Piotter präsentiert hier zwei Reihen aktueller Arbeiten aus ihrer Grafikwerkstatt. Die Siebdrucke und mit Linolschnitten kombinierten Photographien zeigen Kultur- und Stadtlandschaften, die geprägt sind von der Abwesenheit der Menschen. Von menschlicher Zivilisation zeugen allein die baulichen Hinterlassenschaften. Es bleibt unklar, ob diese Abwesenheit temporär ist oder endgültig bleibt. Statt des Menschen beherrschen überdimensionierte Tiere die Szene, meist Insekten oder Fische.
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Raupe (c) S.Piotter, 2007
Die Atmosphäre dabei reicht vom Ernst kafkaesker Szenen bis zu dem erfrischenden Humor in der leichthändigen Vision einer Raupe, die einen Laternenpfahl vor dem Hintergrund Berliner Plattenbauten stürmt.
Indem die Künstlerin solcherart vertraute Elemente zueinander in unvermutete Beziehungen setzt, erzielt sie einen Verfremdungseffekt. Die tierischen Hauptdarsteller wirken wie festgefroren mitten in einem Theaterstück, dessen Ausgestaltung den Betrachtern überlassen bleibt. Dieses räumliche und figürliche Denken in einem szenischen Raum erinnert an die Wurzeln der Künstlerin als ausgebildete Bühnenbildnerin. Ebenso verweist das narrative Element auf die ursprüngliche Funktion der Grafik: die Überlieferung von Geschichten.

Im kreativen Entstehungsprozess verbindet Piotter harmonisch sowohl moderne als auch traditionelle Verfahren, indem sie zunächst sorgfältig urbane Räume aufgrund ihrer Qualitäten für szenische Vorgänge aussucht und photographiert, die Photographien digital überarbeitet, collagiert und anschließend überdruckt. Einige dieser durchaus eigenständigen Werke werden als Vorlagen für die Umsetzung im Siebdruck verwendet.

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PIPELINE (c) S.Piotter, 2007
von:S.Piotter
online seit 17.01.2008
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